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Wirtschaft: Wie wird die Ungleichheit verringert?

  • Volkshaus Zürich Stauffacherstrasse 60 Zürich, ZH, 8004 Switzerland (map)

Mit James K. Galbraith, Tom Kucharz, Mascha Madörin
Moderation: Philipp Löpfe, Watson

Dieses Podium wurde vom Radio Lora aufgezeichnet, Interessierte finden es unter dieser externen Adresse (Soundcloud): Podium «Wirtschaft» – Mitschnitt.

In Europa wächst die soziale Kluft, sowohl zwischen als auch innerhalb der einzelnen Länder. Die EU-Kommission hält weiterhin an den bekannten, neoliberalen Krisenrezepten fest: sparen, liberalisieren, privatisieren. Braucht es stattdessen einen europäischen Wohlfahrtsstaat? Ein bedingungsloses Grundeinkommen? Eine tiefgreifende Umwälzung des Kapitalismus? Oder ist diese mit der Digitalisierung unserer Wirtschaft ohnehin längst im Gang?

 

ReferentInnen

Der US-Ökonom James K. Galbraith, 1952, ist Professor an der University of Texas in Austin und gilt als eine der weltweit prominentesten kritischen Wirtschaftsstimmen. Ein Kerngebiet seiner Forschung ist die ökonomische Ungleichheit. Galbraith war einer der engsten Berater von Yanis Varoufakis, nachdem dieser Anfang 2015 vorübergehend griechischer Finanzminister wurde.

Mascha Madörin, 1946, ist eine Pionierin: Früh deckte sie die Beziehungen der Schweizer Wirtschaft zum Apartheid-Regime in Südafrika auf und sezierte den Schweizer Finanzplatz. Sie hat eine feministische Ökonomie skizziert und die Bedeutung der Care-Ökonomie aufgezeigt. Sie lebt in Münchenstein /Baselland. Letztes Jahr erschien der Band «Quer denken. Ein Lesebuch mit und über Mascha Madörin».

Tom Kucharz, lebte und beteiligte sich politisch in Dresden bis 1999, wo er Politikwissenschaft und Soziologie an der Technischen Universität Dresden studierte, und lebt seitdem in Madrid, ist aktiv bei Ecologistas en Acción (Spanien) und als politischer Berater für Podemos im Europäischen Parlament als auch für das Sekretariat Europa von Podemos tätig. Er ist seit 20 Jahren in der globalisierungskritischen Bewegung aktiv und beschäftigt sich vor allem mit der Rolle der EU und ihrer Handelspolitik bei der neoliberalen Umgestaltung der Weltwirtschaft und Sprecher der landesweiten Bewegung No al TTIP, CETA, TiSA («Nein zu TTIP, CETA, TiSA»).

Als einer der profiliertesten Wirtschaftsjournalisten der Schweiz hat Philipp Löpfe, 1953, in den letzten Jahren ein halbes Dutzend Bücher über aktuelle Trends der globalen Wirtschaft geschrieben. Nach dem Studium von Anglistik und Ethnologie machte er einen Abschluss als Master of Business Administration. Löpfe war Chefredaktor von «SonntagsBlick» und «Tages-Anzeiger» und ist gegenwärtig Kommentator bei Watson.ch.