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Demokratie: Wer hat überhaupt etwas zu sagen?w

  • Volkshaus Zürich 60 Stauffacherstrasse Zürich, ZH, 8004 Switzerland (map)

Mit Agnieszka Dziemianowicz-Bak, Andreas Gross, Teresa Pullano, Thomas Seibert
Moderation: Stefan Howald, WOZ Die Wochenzeitung

Dieses Podium wurde vom Radio Lora aufgezeichnet, Interessierte finden es unter folgendem externen Link (Soundcloud): Podium «Demokratie» – Mitschnitt

Machtballung bei einer nicht gewählten Kommission. Verhandeln hinter verschlossenen Türen. Ein ohnmächtiges Parlament versus mächtige Wirtschaftslobbys. Die Demokratiedefizite der EU sind unübersehbar. Wie kann eine Demokratisierung von unten gelingen? Ist die repräsentative Demokratie am Ende? Braucht es ein transnationales BürgerInnenrecht? Berechtigt der ausserparlamentarische Kampf gegen TTIP zu schönen Hoffnungen?

 
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ReferentInnen

Die polnische Politikerin und Historikerin Agnieszka Dziemianowicz-Bąk, 1984, ist Mitglied im Vorstand der linksgerichteten Partei Razem («Gemeinsam»). Im Herbst 2016 war sie Mitorganisatorin einer Reihe von landesweiten Frauendemonstrationen gegen einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen. An den «Schwarzen Protesten» nahmen rund 100 000 Personen teil.

Andreas Gross, 1952, war Mitbegründer der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) und später langjähriger Nationalrat für die SP. Er vertrat die Schweiz im Europarat und ist vielfach als Wahlbeobachter tätig. Gross hat zahlreiche Arbeiten zur Erneuerung der direkten Demokratie sowie umfangreiche Gutachten für den Europarat und diverse Regierungen verfasst. Er lebt in St. Ursanne im Kanton Jura.

Teresa Pullano, 1977, studierte in Pavia und Paris politische Theorie. Heute ist sie Assistenzprofessorin am Europainstitut der Universität Basel. Pullano veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur kritischen Gesellschaftswissenschaft, zum Nationalstaat und dem europäischen Raum sowie einer europäischen Citoyenneté.

Der Philosoph und Autor Thomas Seibert, 1957, ist Mitarbeiter von Medico International, Vorstandssprecher des Instituts für Solidarische Moderne sowie Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Als politischer Aktivist interessiert sich Seibert für die Kreuzung von ausserparlamentarischer Selbstermächtigung und linker Realpolitik. Seibert lebt in Frankfurt.