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Workshop: Für eine feministische Perspektive

  • Quartierzentrum Aussersihl Stauffacherstrasse 60 Zürich, ZH, 8004 Switzerland (map)

Workshop «Für eine feministische Perspektive» mit Min Li Marti, SP-Nationalrätin (15 bis 16.15 Uhr im QZ Aussersihl) – Ergebnisbericht

Min Li Marti zeigt in ihrer einführenden Präsentation, was in Sachen Feminismus und Europa bisher geschah. Tatsächlich gibt es zahlreiche EU- und Uno-Vereinbarungen zur Gleichstellungspolitik, es wurden auch Fortschritte erzielt, dennoch scheint es gegenwärtig nicht mehr vorwärts zu gehen. In der Diskussion weist die Ökonomin Mascha Madörin auf bisher in der Schweiz kaum beachtete Daten hin, die belegen, dass die Entwicklung hin zu mehr Gleichstellung in ganz Europa stagniert. Ihre Vermutung, dass das etwas mit der Care-Ökonomie zu tun habe, wird im Workshop unterstützt: Die unbezahlte Arbeit, die immer noch vorwiegend von Frauen geleistet wird, wird in der Politik oft als selbstverständlich und als unbeschränkt verfügbar angesehen. Es entwickelt sich dann eine spannende Diskussion zwischen einigen älteren und einigen jüngeren Frauen, die über ihre früheren und heutigen Erfahrungen und Wahrnehmungen berichten: Vieles ist sehr viel besser geworden, aber nach wie haben Frauen weniger Geld und – ein wichtiger Faktor – weniger Zeit. Min Li Marti fasst zusammen: Das Thema muss öffentlich viel stärker verhandelt werden, dazu braucht es (mehr) Daten und Zahlen.

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Workshop-Ausschreibung
Mit Min Li Marti, SP-Nationalrätin

Europa entstand angeblich stets aus den heldenhaften Taten grosser, alter Männer, von Winston Churchill über Jacques Delors bis Helmut Kohl. Die aktuellen Debatten der Gegenwart zeigen aber erst recht, dass es keine gesellschaftliche Veränderung ohne eine feministische Perspektive gibt. Der Workshop diskutiert über eine feministische Agenda für Europa und über die Vernetzung von emanzipativen Bewegungen.

 

Referentin

Seit Ende 2014 ist Min Li Marti Verlegerin und Chefredaktorin. Damals übernahm sie die linke Zürcher Wochenzeitung P.S, die sie seither leitet. 1974 geboren, schloss sie ein Studium in Soziologie und Wirtschaftsgeschichte ab, wirkte als Kommunikationsberaterin, dann als Parteisekretärin der SP und als Zentralsekretärin der Gewerkschaft VPOD. Sie hat langjährige Erfahrung in der Lokalpolitik und sitzt seit 2015 für die SP im Nationalrat. Sie wohnt in Höngg.

Later Event: September 9
Abschlusspodium: Wie weiter?