woz-europakongress

Programm

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Workshop: Emanzipation durch Autonomie

  • Quartierzentrum Aussersihl 67 Hohlstrasse Zürich, ZH, 8004 Switzerland (map)

Ergebnisbericht:
Am 1. Oktober 2017 will die Regierung der spanischen Region Katalonien über die eigene Unabhängigkeit abstimmen lassen. Gegen dieses Vorhaben wehrt sich die Zentralregierung in Madrid mit allen Mitteln. Sie erklärte die Wahl bereits vorgängig für ungültig. Im Workshop mit (WOZ-)Autor Raul Zelik wurde erörtert, wo die Reibungsflächen zwischen staatlichen und regionalen Interessen in diesem Konflikt Energie freisetzen und zur Bildung lokaler Institutionen wie autonomer Kultur- und Begegnungsräume führt. Am Ende seien es nämlich nicht theoretische Konstrukte, sondern genau diese Orte, von denen eine gesellschaftsverändernde Kraft ausgehe, so Zelik. Die Stärkung und die regionale bis internationale Vernetzung dieser Initiativen führe zur Bildung von kollektiven Subjekten und damit zu gemeinsamen, bestenfalls gesamteuropäischen Visionen. Aber es führe kein Weg daran vorbei, sich in die realen sozialen Konflikte zu begeben. 

Workshopausschreibung:

Mit Raul Zelik, WOZ-Autor

Ob in Schottland oder in Katalonien: In einigen Regionen in Europa erstarken Unabhängigkeitsbewegungen mit fortschrittlichen Positionen z.B. in der Flüchtlingsfrage. Der Workshop geht der Frage nach, wie in diesen Bewegungen die Demokratisierung, internationale Solidarität und der Kampf um Souveränität zusammenhängen.

 

 

Referent

Raul Zelik, 1968, beherrscht alle Genres des Erzählens: Er schreibt Romane («Der bewaffnete Freund»), Sachbücher (zuletzt über Podemos) und immer wieder Analysen und Kommentare für die WOZ. Der Sozialwissenschaftler ist ein profunder Kenner der linken Politik in Lateinamerika, insbesondere in Kolumbien. In der Partei «Die Linke» sitzt er im Vorstand. Zelik lebt in Berlin.